Netzzugang

Der Netzzugang beim Erdgas ist in der Schweiz bisher nur marginal geregelt durch Art. 13 des Rohrleitungsgesetzes einerseits und durch die allgemeinen Normen des Kartellgesetzes andererseits. Eine spezialgesetzliche Regelung, wie sie zum Beispiel beim Strom besteht, existiert nicht. Für die industriellen Produzenten in der Schweiz ist dies ein unbefriedigender Zustand, da Prozessenergie für sie ein wichtiger Kostenfaktor ist und sie voll dem harten internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind – gerade bei der aktuellen Frankenstärke eine besondere Herausforderung.

 

Im vergangenen Jahrzehnt hat die schweizerische Erdgas-Wirtschaft in eigener Regie einen Branchenstandard entwickelt und umgesetzt, dank dem Dritt-Transporte von Grosskunden technisch und betrieblich einwandfrei durchgeführt werden konnten, was ohne dieses Regelwerk ausgeschlossen gewesen wäre. Die Grosskunden bisher nicht zu befriedigen vermochten verschiedene von den Netzbetreibern festgelegten Konditionen, was unter anderem zu Verfahren beim Bundesamt für Energie geführt hat.

 

In Anwendung des bundesrechtlichen Subsidiaritätsprinzips wurde unter Beobachtung des Bundesamtes für Energie eine Verbändevereinbarung ausgehandelt, welche auf Beginn des nächsten Gasjahres hin, also am 1.Oktober 2012 in Kraft tritt und den Netzzugang für die Industrie spürbar optimiert.

 

Transitgesuche auf der Transitgas sind direkt an die Swissgas oder FluxSwiss SA zu richten.